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Glossar

Alber/Fischer/Fritz et alii 2011
Abkürzung für:

Alber, Elfriede; Fischer, Christine; Fritz, Inge; Juen, Heiner; Kröpfl, Beate; Makl-Freund, Brigitte; Strauss, Madeleine (2011): Verantwortung übernehmen, Entwicklung begleiten. In: Stockhammer, Richard (Hg.): Niemand lernt so wie ich. Eine Reise durch österreichische Lernlandschaften. Innsbruck, Wien, Bozen: Studienverlag. S. 55-78.

An 2008
Abkürzung für:

An, Hyeon-Jeong (2008): Fressen Tiger Gras? Über die Nahrungskette und das Ökosystem. 2. Auflage. Frankfurt/Main: Fischer Verlag.

Bedürfnisse
Definition:

In Bedürfnissen steckt Potenzial. Und es schlummert Energie in dem, was noch nicht realisiert oder befriedigt ist, noch nicht in die Welt gebracht ist. Da die folgenden Bedürfnisse (beim Lernen) so viel bewegen, so viele Formen annehmen können, nennen wir sie Grundbedürfnisse: 

  1. Ursprüngliche Kraft: Sie äußert sich als Überlebens- oder Vitalbedürfnis sowie als intuitive (Lern-)Kompetenz oder auch Neugierde. Diese vitalen Grundbedürfnisse haben schon ab dem ersten Lebenstag Bedeutung.
  2. Verletzlichkeit verweist auf die persönlichen Grenzen und die Integrität der Seele. Dahinter steht das Bedürfnis nach Selbstfindung (und Abgrenzung und Zugehörigkeit). Dieses Selbstbewusst-Werden durchläuft immer neue Reifungsprozesse.
  3. Unseren Welt- oder Außenbezug, unsere Neugierde auf die Welt, in der wir uns erleben und bewähren, könnte man Bedürfnis nach Weltgestaltung oder bescheidener als Bedürfnis nach Lebensraumgestaltung bezeichnen. Heute verbindet man damit meist kognitive Formen der Auseinandersetzung mit Natur und Technik, doch der Einsatz unserer mentalen Kräfte stellt nur einen (wichtigen) Aspekt dar, mit dem wir das Bedürfnis nach Weltgestaltung ausleben. (Siehe auch lernen4dimensional)
  4. In unserer Suche nach Höherem und nach einem sinnvollen Platz in der Gemeinschaft kommt das Bedürfnis nach Ganzheit mit einer Gemeinschaft, der Welt und dem Universum zum Ausdruck.
blinder Fleck
Definition:

Im blinden Fleck liegt meist der innere Ort unserer Aufmerksamkeit. Unsere Aufmerksamkeit zu verlagern bewirkt: neu zu sehen, neu zu denken, neu zu wollen, neu zu handeln, bewusster zu sein. 

C. Otto Scharmer, in dessen sozialer Feldtheorie „Theorie U“ der blinde Fleck eine zentrale Rolle spielt, wurde kürzlich in einem Interview gefragt, wie man seinen blinden Fleck erkennen könne: Er antwortete sinngemäß: "Gehen Sie an den Rand - zu jenen, die die Situation anders erleben als jene in der Mitte." 

Bonney 2011
Abkürzung für:

Bonney, Helmut (Hg.) (2011): Neurobiologie für den therapeutischen Alltag. Auf den Spuren Gerald Hüthers. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Brofman 2006
Abkürzung für:

Brofman, Martin (2006): Das Körper-Spiegel-System. (Selbst-)Heilung über die Chakren durch die Kraft des Bewusstseins. Hochheim: CO'MED.

Campbell 2007
Abkürzung für:

Campbell, Joseph (2007): Die Kraft der Mythen. Düsseldorf: Albatros. 

Defizienz
Definition:

Defizienz ist die Einwirkung ins Kraftfeld in einseitiger Weise, sodass eine das Problem verstärkende Nebenwirkung entsteht. Wenn zum Beispiel in einer bestimmten Epoche die Einführung des Rechnungswesens die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel erhöht hat, so kann in einer späteren Epoche die weitere Forcierung des Rechnungswesens zu bürokratischer Erstarrung der Beteiligten führen. (Siehe auch Effizienz)

Effizienz
Definition:

Mit Hilfe ihrer Bewusstseinsstrukturen bringen Personen und (soziale) Akteure in Kraftfeldern bestimmte Veränderungen hervor.
Effizienz oder Defizienz dieser Beiträge zum jeweiligen Kraftfeld hängt sowohl von der konreten persönlichen Entwicklungsphase wie auch der historischen Epoche ab.
So kann eine Person weiterkommen, also ihre Effizienz erhöhen, wenn sie
(1) an ihrer Zugehörigkeit arbeitet und dadurch die Chance, die in der Nachahmung liegt, stärkt,
(2) an ihrer Imaginationskraft arbeitet und damit ihre subjektive Aussagefähigkeit differenziert,
(3) ihre mentale Kraft forschend einsetzt und nachvollziehbares Wissen produziert,
(4) ihre Prozess- und Integrationsfähigkeit ausbaut und so einen Beitrag zur Gemeinschaft leistet.
Umgekehrt kann man auch zu viel des Guten tun. (Siehe Defizienz)

Frenzel/Müller/Sottong 2006
Abkürzung für:

Frenzel, Karolina; Müller, Michael; Sottong, Hermann (2006): Storytelling. Das Praxisbuch. München, Wien: Carl Hanser.

Gebser 1999
Abkürzung für:

Gebser, Jean (1999): Ursprung und Gegenwart. Erster Teil: Die Fundamente der aperspektivischen Welt. Beitrag zu einer Geschichte der Bewußtwerdung. Zweiter Teil: Die Manifestationen der aperspektivischen Welt. Versuch einer Konkretion des Geistigen (Band II und Band III der Gesamtausgabe). 2. Auflage. Schaffhausen: Novalis Verlag.

Haltung
Definition:

Haltung von Personen und von sozialen Gefügen entsteht als Integral mehrerer vernetzter Lernprozesse. Vierdimensionale Haltung gelingt in einem Prozess, in dem folgende vier Bewusstseinsdimensionen zu einem Integral verbunden werden: 

  • konkretes Tun 
  • subjektive Emotion und Imagination, 
  • objektivierende Kognition, 
  • Hervorhebung der Stärken der einzelnen Dimensionen in einem klärenden Metaprozess, der die für die Weiterentwicklung der Gesamtheit wichtigsten Potenziale betont. 
Jackson 2010
Abkürzung für:

Jackson, Robyn R. (2010): Arbeiten Sie nie härter als Ihre Schüler. Und die sechs anderen Prinzipien guten Unterrichts. Weinheim: Beltz. 

Jelinek 2011
Abkürzung für:

Jelinek, Elfriede (2011): Winterreise. Reinbek: Rowohlt.

Juul 2007
Abkürzung für:

Juul, Jesper (2007): Das kompetente Kind. Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie. 7. Auflage. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt Verlag.

Juul 2010
Abkürzung für:

Juul, Jesper (2010): Pubertät. Wenn Erziehen nicht mehr geht. Gelassen durch stürmische Zeiten. 2. Auflage. München: Kösel Verlag. 

Juul/Hoeg et al. 2012
Abkürzung für:

Juul, Jesper; Høeg, Peter et al. (2012): Miteinander. Wie Empathie Kinder stark macht. Weinheim und Basel: Beltz.

Juul/Jensen 2005
Abkürzung für:

Juul, Jesper; Jensen, Helle (2005): Vom Gehorsam zur Verantwortung. Für eine neue Erziehungskultur. Weinheim und Basel: Beltz.

Kontext
Definition:

Der Kontext (im Leben eines Akteurs) wechselt, wenn der Akteur sich verändert oder die mitwirkenden Umstände sich verändern. 

Jede Person schöpft Erfahrungen in verschiedenen prägenden Kontexten: etwa aus der Position in der Herkunftsfamilie oder im Betrieb oder in einem Verein. Unsere Lernfähigkeit profitiert davon, dass wir in verschiedenen Kontexten - im Kindergarten, in der Grundschule, in der Peergruppe - Erfahrungen sammeln und uns so kontextgemäß verhalten lernen. 

In der Systematik von lernen4dimensional können in Kontexten verschiedene Qualitäten erkannt und genutzt werden:

I
Die Person oder Gruppe agiert in Zugehörigkeit zu anderen Akteuren. Wir nehmen vieles aus unserer Umgebung, unserem Kontext auf - vor allem, wenn wir uns aktiv einbringen, mitwirken.

II
Selbstbewusst nehmen wir uns im Kontext wahr und wählen unsere Zugehörigkeit bewusst.

III
Wir sind in der Lage, den jeweiligen Kontext genauer zu untersuchen, uns auf Ziele zu fokussieren und dadurch Veränderungen herbeizuführen.

IV
Wir wenden uns jenen Prozessen zu, aus denen unsere Zugehörigkeit, unser Selbstbewusstsein und Entwicklungen in Natur und Gesellschaft erwachsen. Wir übernehmen Verantwortung für unser Handeln und seine Folgen.

Alle vier Qualitäten (oder Dimensionen) im jeweiligen Kontext zu erschließen, erfordert Achtsamkeit und Übung.

Lernen
Definition:

Lernen kann nur annähernd begriffen oder gar definiert werden. Unser Annähern an Lernen hängt von unserem Bewusstsein ab. Vermutlich das meiste lernen wir nebenbei oder beiläufig – etwa einen Großteil der Sprache, mit deren Hilfe wir gerade über Lernen sprechen und nachdenken. 

Auf dieser Website spüren wir dem mehrperspektivischen, dem lernen4dimensional nach (siehe auch Glossarbegriff: lernen4dimensional).

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