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Annahmen zu den vier Dimensionen und Quellen des Lernens

Lernen ist unser größter Schatz, unser höchstes Potenzial, mit dem wir neue Situationen bewältigen. Im Folgenden geht es darum, sich der Quellen des Lernens bewusster zu werden. Dazu dient die Aufschlüsselung in vier Dimensionen oder vier Quellen.

Lernen überall und doch nicht ganz greifbar. – Dafür steht in der Abbildung das große Fragezeichen in der Mitte. Es steht auch für Ganzheit, die oft als Lösung auftaucht und doch wenig fassbar scheint. Und was soll „(Hinter den Wolken …)“ bedeuten? Ganz einfach: Um Überblick zu gewinnen, schauen wir wie von einem Ballon aus auf die Lernlandschaft im Quellgebiet. Und in Quellgebieten, besonders hoch oben in den Bergen, ist oft der Boden und die Luft feucht, alles ist diesig, neblig, in Wolken. Jedenfalls steht das Fragezeichen für die Frage nach dem wirksamen Zusammenspiel der verschiedenen Quellen: Wie gelingt intensives, effizientes Lernen? Und was (ver-)heißt ein vierdimensionales Lernkonzept?

Zu den einzelnen Dimensionen

I. Ursprünglich lernen: Unsere ursprünglichen Tätigkeitsstrukturen lassen uns nicht ruhen: Bewegung ist Leben. 

II. Selbst bewusst lernen: Strukturen der Imagination. Diese Bilder erzählen Geschichten. Und wenn wir davon erzählen, wird uns vieles bewusster, auch wer wir selbst sind. 

III. Mental und rational lernen: Mit unserer mentalen Kraft können wir uns Ziele vorstellen, etwas logisch, sachlich untersuchen und technisch durchdenken. Seit der Zeit der Aufklärung und des industriellen Fortschritts in Europa dominiert technisch-rationales Denken. Das hat unsere Lebens- und Gedankenwelt verändert.

IV. Integral und vernetzend lernen: Zunehmend werden wir uns der Grenzen der Machbarkeit und des technischen Fortschritts bewusst. Die vielfältigen Zusammenhänge und Nebenwirkungen werden uns wichtiger. Einfühlung in andere Menschen und Lebewesen lassen uns Verantwortung neu begreifen. Das Ganze wird zum Thema.

Vgl. Stockhammer 2011c

Lernen findet überall statt ...

... in der Schule, in den Pausen, auf dem Schulweg, 

zu Hause, 

beim Lesen, zwischen den Zeilen, 

beim Fernsehen, 

liegend, sitzend, stehend, laufend, 

im Traum und beim Aufwachen,

und doch ist es nicht ganz greifbar.