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Reflexion

Durch Reflexion gelingt es uns immer wieder, Energien für die aktuellen Herausforderungen herbeizuholen. Manchmal aus der Erinnerung und aus der Erfahrung, manchmal aus der Erwartung, die in den Augen der anderen aufblitzt, manchmal im Kontakt zur eigenen tieferen Aufgabe - und immer in einem Prozess, der diese Energien ins Hier und Jetzt holt. In diesem Prozess geht es darum, nicht bei den Erfahrungen zu verweilen, sondern Know-how und Zuversicht für die neue Aufgabe zu mobilisieren.

Reflective Practitioner

Reflektierende und projektierende Praktiker/innen nehmen ihre Beiträge ernst. Sie dokumentieren ihre Arbeit und werden sich immer mehr bewusst, dass sie dadurch das Systemgeschehen aufrechterhalten und beeinflussen. Das gilt sowohl für die individuellen Verhaltensmuster - beim Lesen, beim Schreiben, beim Fragenstellen und Antwortensuchen - als auch für das Verhalten sozialer Akteure wie in der Klasse oder in der Schulorganisation. 

Wir erschaffen unser Lernen und unsere Schule - erst mit der Distanz von Forschenden und bewusst Erneuernden legen wir unsere (uns unbewusste) Befangenheit ab und übernehmen gestaltende Verantwortung für Lernen und Schule.

Das Neue kann flüchtig sein

Chancen muss man beim Schopf packen!

Vielleicht braucht es sogar besonderer Anstrengungen, das Neue im System zu halten.

Vielleicht wird das Neue nur fassbar, wenn es einige Zeit als Parallelkultur überlebt, so lange am Leben bleibt, bis das System dafür bereit ist.

[2012-06-15, Redaktion]

Mit reflektierenden Praktiker/innen forschen und verändern

Im Vorwort zur Theorie U beschreibt Peter M. Senge zuerst die Personengruppe der "reflective practitioners", dann zeigt er auf, wie ihre Offenheit zur Erkenntnisweise wird:

„Manager, Führungskräfte, Teams, Aktivisten, die sich praktischen Ergebnissen verpflichten und mit ihrer augenblicklichen Fähigkeit, die Muster der Vergangenheit zu verändern, unzufrieden sind. [...] Pragmatiker und engagierte Menschen, die offen dafür sind, ihre eigenen Annahmen anzuschauen und auf ihre innere Stimme zu hören. 

Nur durch unser Zuhören werden wir unsere kollektiven Fähigkeiten entwickeln, eine andere Welt hervorzubringen und zu gestalten.“ 

Scharmer 2009, S. 16